Badekugeln und Seifen selber machen

DIY- Badekugeln mit Kindern gemeinsam herstellen:

Im Winter tut ein wärmendes Bad gut. Groß und Klein lieben es ab und zu in der Badewanne abzutauchen. Besonders Badevergnügen bringen dabei sprudelnde Badekugeln. Die etwa faustgroßen Badezusätze fangen an zu sprudeln, sobald man sie in das Badewasser gibt und führen so zu einem Whirlpool Ambiente. Zudem enthalten Sie wertvolle Pflegestoffe. Badekugeln lassen sich schnell und für wenig Geld ganz leicht selbst herstellen. So weiß man ganz genau, was für Inhaltsstoffe die Badekugel beinhaltet. Bei der Herstellung der Badekugel kann der Phantasie freien Lauf gelassen werden. Es können Badekugeln kreiert werden, die einmal sind und die es so garantiert nirgendwo zu kaufen gibt. Badekugeln sind daher nicht nur super nützliche Do-it-yourself Produkte, sondern auch eine wunderbare Idee zum verschenken. Tatsächlich ist es nicht schwer Badekugeln selbst herzustellen, wenn man die richtigen Zutaten beisammen hat.

Zutaten DIY Badekugel: (Angabe für eine Badekugel)

  • 250g Natron
  • 125g Zitronensäure
  • 60g Speisestärke
  • 60g Bio Kokosöl oder andere Fette
  • Ätherische Öle
  • Eventuell Dekoration: Lebensmittelfarbe, getrocknete Blüten, Zitronenschale, loser Tee usw.

Der sprudelnde Effekt wird durch die Kombination von Natron und Zitronensäure erzeugt. Wichtig dabei ist ein Mengenverhältnis von 2:1 (doppelt so viel Natron wie Zitronensäure). Die Haut wird durch die antibakteriellen, basischen Wirkung von Natron gereinigt und die Speisestärke sorgt für den Halt der Kugel. Das Fett wirkt Feuchtigkeitspendend. Es kann jedes Fett oder Öl verwendet werden, das sich für die Körperpflege eignet (z.Bsp: Kokosöl, Olivenöl, Arganöl, Jojobaöl usw.). Die Fette können auch miteinander vermischt werden.

Anteilung DIY Badekugel:

  1. Zunächst werden die trockenen Zutaten (Natron, Zitronensäure und Speisestärke) vermischt. Falls Lebensmittelfarbe als Pulver verwendet wird, so wird diese ebenfalls hinzugefügt. Bei mehreren Farben sollte die Mischung auch auf mehrere Schüsseln verteilt werden.
  2. Danach werden die flüssigen Zutaten verarbeitet. In einer separaten Schüssel wird das Öl/ geschmolzene Fett mit den ätherischen Ölen und der gegebenenfalls flüssigen Lebensmittelfarbe vermischt. In diesem Gemisch löst sich die Lebensmittelfarbe noch nicht, sie kann so aber besser verarbeitet werden.
  3. Nun werden die flüssigen und die trockenen Zutaten miteinander vermischt. Wichtig ist dabei die flüssigen Zutaten langsam (am Besten mit einem Teelöffel) zu den trockenen Zutaten gegeben. Wenn es zu schnell vermischt wird, reagiert das Natron schon jetzt mit der Zitronensäure und es fängt an zu sprudeln. Die Konsistenz des Gemischs bleibt recht pulvrig. Sie sollte der Konsistenz von nassem Sand ähneln. Wenn die Badekugel zu trocken ist, kann noch etwas Fett/Öl hinzu gegeben werden. Ist das Gemisch zu feucht, kann Speisestärke verwendet werden.
  4. Zuletzt werden die Kugeln geformt. Es können hierfür spezielle Formen verwendet werden oder Sie formen die Kugel nach ihren eigenen Vorstellungen frei Hand. Der eigenen Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Badekugelteig fest in die Form gedrückt wird, damit sich eine homogene Masse ergibt.

Nachdem die Badekugeln in Form gebracht sind, können sie zusätzlich dekoriert werden. Hierfür eignen sich getrocknete Blütenblätter besonders gut. Mit getrocknetem Abrieb einer Bio Zitrone können zum Beispiel Zitronenbadekugeln gut verziert werden. Die Dekoration kann ebenfalls bereits in die Masse gegeben werden, sodass sie sich gleichmäßig verteilt. Durch das Mischen verschiedener Farben lassen sich zum Beispiel auch schöne Farbverlaufe erstellen.

Die fertigen Badekugeln sollten nun für einige Stunden in den Kühlschrank gestellt werden bevor sie aus der Form genommen werden können. Wenn die Badekugeln noch einige Tage an der Luft getrocknet sind, können sie als hübsches Geschenk verpackt, oder bei einem entspannenden Bad genossen werden.

DIY- Seifen gemeinsam mit Kindern herstellen:

Sitzt man schön entspannt in der Badewanne fehlt nur noch eine tolle selbstgemachte Seife. Seifen selber herzustellen macht nicht nur viel Spaß, sondern ist durchaus auch ein nützlicher Zeitvertreib. Schließlich weiß man bei selbstgemachten Seifen genau, welche Inhaltsstoffe sie beinhalten. Hinzu kommt dass die Seifen nach den persönlichen Wünschen und Vorstellungen kreiert werden können. Sowohl im Hinblick auf den Inhalt wie auch auf die Optik. Um Seifen zuhause herzustellen werden normalerweise zwei unterschiedliche Verfahren angewendet. Zum einen ist es das Seifensieden und zum anderen das Kaltanrühren der Seife.

Beide Methoden sind jedoch nicht dafür geeignet, um sie gemeinsam mit den Kindern herzustellen, da Materialien verwendet werden, die zu Verätzungen und Verletzungen führen können. Aus diesem Grund werden im Folgenden zwei Varianten vorgestellt, die ohne größere Gefahren mit den Kindern gemeinsam hergestellt werden können.

Variante 1: Bei dieser Variante wird nur mit handwarmen und unbedenklichen Zutaten gearbeitet. Hier können bereits die Kleinsten ihre ersten eigenen Seifen herstellen.

Zutaten DIY Seife:

  • 100g Seifenflocken
  • 2 Tl. Öl (Olivenöl, Sonnenblumenöl, Mandelöl usw.)
  • Warmes Wasser
  • Ätherische Duftöle
  • Lebensmittelfarbe

Anleitung DIY Seife:

Die Grundmasse für die Seife wird im Vorfeld von den Eltern vorbereitet.

  1. Zunächst müssen die Seifenflocken hergestellt werden. Hierfür kann entweder farblose, geruchsneutrale Glyzerinseife oder Seifenreste verwendet werden. Die Seifen werden mit der groben Seite der Küchenreibe zu Flocken gerieben. 100g Seife entsprechen in etwa zehn gehäuften Esslöffeln.
  2. Die fertigen Seifenflocken werden in eine Schüssel gegeben. Unter ständigem Rühren wird nun tropfenweise ein wenig warmes Wasser dazu gegeben. Es sollte nun eine feste Masse entstehen. Ich die fertige Masse können anschließend die zwei Teelöffel Öl eingearbeitet werden. Je nach Belieben können ebenfalls ätherische Öle oder Lebensmittelfarbe hinzugefügt werden.
  3. Das fertige Gemisch wird nun solange durchgeknetet, bis alle Zutaten eine homogene Masse ergeben. Nun sind die Kinder an der Reihe. Sie dürfen die fertige Masse der eigenen Fantasie nach kneten und formen. Die fertigen Seifen sollten nun zwei Wochen trockenen. Im Anschluss sind sie gebrauchsfertig.

Variante 2: Diese Variante eignet sich besser für bereits ältere Kinder. Die Seife wird geschmolzen, um eine flüssige Seifenbasis herzustellen.

Zutaten DIY Seife:

  • Glyzerinseife
  • Wasser
  • Ätherische Duftöle
  • Dekoration (Lebensmittelfarbe, getrocknete Blätenblätter usw.)
  • Kochtopf und Gefäß zum schmelzen
  • Kochlöffel und Schöpfkelle
  • Formen für die Seife

Anleitung DIY Seife:

  1. Diese Seife kann ebenfalls entweder aus alten Seifenresten oder aus Glyzerinseife hergestellt werden. Die Seife wird dabei in kleine Stücke geschnitten und in ein Gefäß gegeben.
  2. Das Gefäß wird in einen Kochtopf gestellt und im Wasserbad unter langsamen rühren solange erwärmt, bis die Seife vollständig geschmolzen ist.
  3. Die flüssige Seife kann nun mit Lebensmittelfarbe, Duftöl, Blumenblättern usw. vermischt werden. Mit Hilfe einer Schöpfkelle wird die fertige Masse in die jeweiligen Seifenformen gefüllt. Es empfiehlt sich zunächst eine dünne Schicht in die Formen zu füllen, ist diese getrocknet, kann die restliche Form befüllt werden.
  4. Zu guter letzt muss die Seife trocknen. Je nach Größe und Form benötigen die Seifen zwischen einer halben Stunde und einem Tag bis sie fest geworden sind. Danach kann die Seife aus der Form gelöst werden und sie ist fertig für den Einsatz.